Aktuelles

Klimafest des Puchheimer Klimanetz am 24.11.2023

Mit Elan ins neue Jahr:  Weiter gegen die fortschreitende Klimakatastrophe.
Die Aktion „CO2 einsparen!“ des Klimanetzes hat im Juni 2023 begonnen und geht weiter bis Juni 2024. Machen auch Sie mit, gemeinsam tun wir etwas, um Puchheims CO2-Bilanz zu verbessern!
Dazu einfach das Formular herunterladen und ausgefüllt zurückschicken.

Am 24.11.2023 wurden im Rahmen einer kleinen Feier von Bürgermeister Seidl die ersten Zertifikate an Bürger*innen übergeben, die sich mit teils sehr ambitionierten Projekten am Klimanetz beteiligen. Im Rahmen eines kleinen Quiz wurde auch die bis dahin erreichte Einparung an CO2 vorgestellt: rund 53 Tonnen. Im gemütlichen Ambiente des Kaffeehauses am Grünen Markt sorgte das Ergebnis zusammen mit der Musik Flonoton für gute Stimmung. Herzlichen Dank auch an Oskar und seine Mannschaft!


Klimanetz Puchheim konkret – Übergabe der Friedenstaube

Etwa 25 Personen versammelten sich auf Einladung von Puchheim for Future, Klimawache, am Freitag 28. Juli bei sonnigem Wetter um 17 Uhr am Puchheimer Bahnhof. Bürgermeister Norbert Seidl überreichte der Klimawache eine von dem Künstler Richard Hillinger geschaffene bronzene Friedenstaube, die seit 15 Jahren durch die Welt reist, wie ein „Flugplan“ nachweist. Seidl hob hervor, dass es für den Frieden wichtig sei, Spaltung zu überwinden und auch, an den EU- Außengrenzen Menschen würdig zu behandeln. Christa Steinbrecher von der Klimawache bedankte sich mit Worten des Dalai Lama von der UN-Menschenrechtskonferenz 1993, dass wir einen stärkeren Sinn für die universelle Verantwortung entwickeln müssen als Schlüssel zum Überleben und für den weltweiten Frieden.

Danach stellten einige Teilnehmer erste Projekte im „Klimanetz Puchheim“ vor, bei denen Bürger, Vereine, Firmen, Schulen und Kirchenvertreter sich für ein Jahr zu einem selbstgewählten Klimaschutzprojekt verpflichten. Die Einsparpotentiale sind beeindruckend: mit dem Rad statt Auto einkaufen (192 kg CO2), nur einen Tag pro Woche Fleisch essen (350 kg CO2), PV-Balkonanlage (390 kg CO2), 13 kWp PV-Anlage aufs Dach (1,67 t CO2) oder nachhaltige ökologische Geldanlage (210 kg CO2 je 1 000 Euro). Es entwickelte sich eine rege Diskussion, da von der Politik schneller die Vorgaben gefordert werden, um die CO2- Einsparungen wesentlich zu senken. Doch darauf zu warten sei keine Lösung, da auch jede und jeder einzelne jetzt seinen Beitrag in seinem Umfeld vor Ort leisten könne. Viele kleine Schritte von Vielen bewirke auch viel. Die Veranstaltung endete mit dem Hinweis von Maria Rothbucher von der Klimawache, dass die Taube auch ein Symbol für Frieden und Klimagerechtigkeit sei, die nicht nur für unsere Zukunft sondern insbesondere für die Länder existenzielle Bedeutung hat, die der Klimawandel am stärksten trifft.

Klimanetz Puchheim wird aufgespannt

Am Freitagabend 30. Juni 2023 lud das Klimanetz Puchheim in das Restaurant La Coppa im Tennisclub Puchheim zu seiner Auftaktveranstaltung ein. Mehr als 40 Personen folgten der Einladung. Norbert Seidl, erster Bürgermeister in Puchheim als Schirmherr, wies in seinen Grußworten darauf hin, dass neben denen, die sich bereits engagieren auch viele weitere angesprochen werden sollen. Hier braucht es gemeinsame Erlebnisse und Freude dabei. Es geht nicht nur mit Verboten, sondern es braucht eine Balance zwischen Regeln und Freiheit.

Ein Erfahrungsaustausch mit der Frage: was habe ich schon für das Klima getan? führte zu angeregten Gesprächen. Michael Dippold zeigte in seinem Vortrag auf, wie die Grundlagen unseres Wirtschaftens mit immer billigerer Energie und dem Dominanzwille über die Natur zu dem geführt haben, was wir heute als Schäden der Ökosysteme erkennen. Um das zu beheben, bedarf es nicht nur staatlicher und globaler Regulierungen mit Rahmen für die Märkte. Ebenso wichtig ist, dass sich Bürger und Bürgerinnen, die Vereine und Firmen in Puchheim gemeinsam engagieren. Das ist auch die Grundidee des Klimanetztes Puchheim: eine Idee, ein Projekt, ein Jahr beteiligt sich jeder mit einem eigenen ausgesuchten Projekt für das Ziel, in Puchheim bis 2040 klimaneutral zu sein. Volker Heydkamp, Vorsitzender des Tennis Clubs Puchheim, wies in seinem leidenschaftlichen Vortrag darauf hin, wie wichtig am Anfang die Aufnahme und Analysen der Daten zu den Verbräuchen sind, um festzustellen, wo die Einsparungen am effektivsten sind. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, da beim TC Puchheim zwischen 30 bis 50 % Energie für Heizung, Beleuchtungen und das Warmwasser eingespart wurden. Stefan Plate, Leiter des KlimaFit-Programms an de VHS, stellte zwei CO2-Rechner (KlimaFit und Umweltbundesamt) vor und zeigte exemplarisch, wie man seinen persönlichen CO2-Fußabdruck berechnen kann. Jeder, der mitmachen will, findet auf der Homepage www.klimanetz-puchheim.de Informationen und ein Mitmach-Formular zum Ausfüllen. Im Herbst plant das Klimanetz eine festliche Veranstaltung mit Zwischenbilanz zu den eingesparten Tonnen CO2 und der Verleihung der Mitmach-Zertifikate durch Bürgermeister Seidl.

Die Initiatoren der Klimawache Puchheim for Future mit Bürgermeister Norbert Seidl als Schirmherr und Volker Heydkamp, Vorsitzender des TC Puchheim

Michael Dippold zeigte die Zusammenhänge zwischen Energie, Natur und Klima auf und dass ein Urlaub in Bali das komplette CO2- Jahresbudget verbraucht

Angeregte Gespräche bei der Auftaktveranstaltung des Klimanetz Puchheim

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